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Völlige Anarchie oder kontrolliertes Chaos? Wir gehen auf eine Jam Session…

Wir schnappen unsere Instrumente und gehen in den Club, die Bar oder den Keller der Stadt, in dem eine der unzähligen Jam Sessions stattfindet. Schon voller Vorfreude wollen wir uns, auf dem Weg dorthin, ein paar Gedanken hierzu machen.                                                                                                                                                           Eine Session Ist das Terrain, wo man sich ungeniert austoben kann und mit anderen den Moment der Improvisation erlebt.

Aber gibt es eigentlich Regeln? Gibt es Dinge die man Bedenken sollte? Wie kann man dazu beitragen, dass eine Session auch gelingt und spannende Musik ensteht?

Diesen Gedanken widme ich mich in meinem heutigen Artikel zum Thema Jam Session.

Ich denke, jeder hat es schon mal erlebt.

Eine verrauchte kleine Location, dicht gedrängte Menschen und eine Bühne. Dort oben – genau wie der Großteil der anwesenden Besucher – Musiker.

Die auf der Bühne befindlichen Musiker sind gerade voll in ihrem Element und jeder fliegt gerade durch irgendwelche musikalischen Sphären. Sie fühlen sich, durch die geniale Musik die gerade stattfindet,verbunden. Die Musiker, die nicht auf der Bühne sind oder auch Gäste, die sich nicht als solche begreifen, hören dem ganzen mehr oder weniger gebannt zu. Dabei haben sie aber einen etwas anderen Eindruck von dem, was gerade stattfindet, als die auf der Bühne.

Der von den gerade jammenden Musikern, als vermeintlich geniales, unwiederbringliches Stück Musikgeschichte, erlebte Song, kommt nicht richtig in Fahrt, entwickelt keine Richtung und hat kaum Dynamik. Mehr oder weniger spielen da gerade mehre Leute gleichzeitig ihre Instrumente, aber sie spielen nicht zusammen.                               Ein Riff wird pausenlos gedudelt und irgend ein Instrument versucht sich permanent in den Vordergrund zu spielen. Ein Sänger versucht seine Phrasen auch noch irgendwie unterzubringen. Das Ganze klingt leer, obwohl es völlig überladen ist.

Nicht immer ist eine Session ein Genuss.

Das macht eine Session aber auch zu dem, was sie ist. Einem Ort für Experimente, für Erfahrungen und magische Momente in denen die Musiker nur über diese Sprache kommunizieren. Damit bekomme ich die Kurve zu den Gedanken und Anmerkungen, die ich zu diesem Thema – jam Seaasion -  beschreiben möchte.

Kommunizieren… habe ich gerade gesag?. Das ist ein gutes Stichwort.

Wir stellen uns diese Session als eine Konferenz vor. Es treffen verschiedene Delegierte unterschiedlicher Disziplinen zusammen und wollen eine gemeinsames Projekt Kreieren.                                                                             Warum dieser Vergleich?

Ganz einfach; weil jeder jetzt davon ausgeht, dass diese Delegierten sich miteinander unterhalten und folglich auch einander zuhören. Wenn diese nämlich, alle gleichzeitig reden, versteht keiner irgend etwas.                                         Zuhören ist das A und O, wenn man mit anderen kommunizieren – oder in unserem Falle musizieren – möchte. Gerade wenn man Percussion oder Trommeln spielt, aber auch genau so geltend für alle anderen Instrumente.

Es gibt aber noch zwei weitere Wörter, die mit Z beginnen und sehr hilfreich bei einer Session sein können.

Die drei Z für eine gelungene Session..

  • Zuhören
  • Zeit lassen
  • Zurücknehmen

Mit diesen drei Z ist man schon bestens für eine schöne und inspirierende Session gewappnet.

Sofern man nicht auf eine Session geht, auf der Hauptsächlich Songs gecovert oder aus dem Realbook wiedergegeben werden, hat man keinen festen, (sicheren) Rahmen in dem man sich bewegen kann. Es gibt keine festen Parts keine klare Verteilung der Stimmen. Kein gemeinsames Ende. Somit ist alles möglich. Dadurch aber auch gefährdet, beliebig zu werden.

Als Percussionist auf einer Sassion.

Die Rolle der Percussion in der Musik ist, obwohl sie von den meisten nicht vordergründig whrgenommen wird, unglaublich wichtig. Sie ist das Salz in der Suppe oder der Leim zwischen den Teilen des Songs und der Instrumente. Sie unterstützt die Songelemnte und Parts. Untermalt die Richtung des Songs und Ergänzt die Dynamik. Sie verdichtet den Gesamtklang.

Das erste Z.

Zu – hören:

Mit dem ersten „Z“ können wir herausfinden, wie viel das Thema, auf dem gerade gejamt wird, noch so gebrauchen kann und wohin die Mitspieler tendieren. Daraus können wir unsere Entscheidungen treffen, welche Instrumente wir gerade einsetzen wollen.  Oder wenn du nur eines Spielst. Welche Figur als Basis zu dem Thema passt.

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