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Die Djembé – Ein Synonym für afrikanische Percussion

Ein Synonym für afrikanische Percussion

 

Die Djembé ist eine, der uns bekanntesten Trommeln West-Afrikas.

Sie wird international gespielt und hat ihren Ursprung im Mali-Reich des 13ten Jahrhunderts. Die Menschen dort, nannten sich Malinke, was soviel wie Mensch aus Mali bedeutet. Aber auch andere Bezeichnungen wie, Mande, Mandinka, Manding, Mandingo und Mandin sind bekannt.

Das Reich erstreckte sich von seinem Zentrum, im heutigen Guinea und Mali bis weit in die heutigen Länder Burkina Faso, Elfenbein Küste, Sierra Leone, Liberia, Senegal und Gambia.

Nach 300 Jahren, als viele Staaten die Unabhängigkeit forderten, zerbrach das Reich. Übrig blieb nur das Volk der Malinke im Zentrum.

Die Djembé wurde und wird bei fast allen Festen der Malinke gespielt. Zu den Rhythmen wird immer auch getanzt und es gibt weitere Begleitinstrumente, wie Basstrommeln und Glocken, die je nach Region variieren können. Ebenso hat sich die Musik der Djembé in den verschiedenen Regionen unterschiedlich entwickelt.

Die wesentliche Rolle der Djembé ist es, die Tänzer zu unterstützen und zu bestärken.

Nach der Unabhängigkeit Guineas im Jahre 1958, wurde dessen traditionelle Musik massiv gefördert und unterstützt. Im ganzen Land wurden die besten Künstler gesucht und das National Ballet “Les Ballets Africains” (mit Famoudou Konate ) und später auch das Ballet “Djoliba” (mit Mamadi Keita) gegründet. Beide Ballets haben die Welt bereist und sind die Vorreiter der gesamten Balletszene in Westafrika.

Diese Ballets hatten die Aufgabe, die westafrikanische Musik und den Tanz auf internationale Bühnen zu bringen. Die Choreographen waren mit der Schwierigkeit konfrontiert, das Bühnenprogramm der traditionellen, europäischen Form der Bühnenpräsenz, anzupassen.

Die traditionellen Bräuche bei Dortfesten  waren für diesen Rahmen nicht geeignet. Daher wurden viele Dinge verändert: die Länge der gespielten Rhythmen wurde gekürzt, Rhythmen und Tänze verschiedener Feste und ethnischen Gruppen wurden gemischt, die Choreographien der Tänze wurden ausgebaut und musikalische Ideen wie Breaks und Arrangements wurden integriert.

Die Tourneen dieser Ballets brachte die westafrikanische Percussion und den Tanz in die westliche Welt. Die Öffnung dieser Länder für Ausländer ermöglichte die Verbreitung dieser Musikkunst auf internationaler Ebene. Viele afrikanische, aber auch westliche Musiker, die Westafrika, dieses Aspekts der Kultur wegen, bereist haben, treten nun international auf.

Die Djembé ist international zur bekanntesten und meist gespielten west-
afrikanischen Trommel geworden. Sie wird mehr und mehr als Mehrzweck-
Trommel in vielen musikalischen Genres benutzt. Dieser Stil der Djembé-
Musik ist von der ursprünglichen Form des Begleitens der Dorffeste weit entfernt. Viele europäische Djembé-Gruppen konzentrieren sich auf die Musik an sich, mit ihren polyrhythmischen Strukturen und Melodien und lassen den Tanz ganz außen vor.

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